Du hast ein Logo.
Dein Name sagt manchen etwas.
Vielleicht waren Menschen sogar schon auf deiner Website oder haben einen Post von dir gesehen.
Und trotzdem passiert das hier immer wieder:
„Ach, du warst das?“
Nicht aus Desinteresse.
Sondern weil nichts hängen geblieben ist.
Gesehen werden reicht nicht
Viele Unternehmen denken, Sichtbarkeit sei das Ziel.
Mehr Reichweite. Mehr Posts. Mehr Anzeigen.
Aber Sichtbarkeit ohne Wiedererkennung ist wie ein Gespräch ohne Namen:
Man erinnert sich an die Situation – aber nicht an dich.
Das Ergebnis:
Du wirst wahrgenommen
aber nicht abgespeichert
nicht wiedergefunden
nicht bewusst weiterempfohlen
Kurz gesagt:
Du bist da, aber du bleibst nicht.
Das Missverständnis mit dem Branding Kit
Oft höre ich:
„Wir haben doch ein Branding Kit.“
Stimmt.
Farben sind definiert.
Ein Logo existiert.
Vielleicht sogar eine Schriftart.
Und trotzdem wirkt alles beliebig.
Warum?
Weil ein Branding Kit nicht automatisch wirkt, nur weil es existiert.
Es wirkt erst dann, wenn es konsequent gelebt wird.
Nicht einmal.
Nicht manchmal.
Sondern immer.
Das eigentliche Problem: fehlende Konsistenz
Menschen merken sich keine Logos.
Sie merken sich Muster.
Wenn diese Muster ständig wechseln, kann sich nichts festsetzen.
Typische Beispiele aus der Praxis:
Instagram lila, Website blau
Logo modern, Texte altbacken
Website seriös, Social Media flapsig
Fotos heute clean, morgen Stock, übermorgen Handy
Alles für sich genommen vielleicht „okay“.
Zusammen aber: kein klares Bild.
Das Gehirn findet keinen Halt.
Was Wiedererkennung wirklich erzeugt
Wiedererkennung entsteht nicht durch Kreativität.
Sondern durch Wiederholung.
1. Konsistente Farben
Farben sind der schnellste Anker im Kopf.
Wenn deine Marke heute warm, morgen kühl und übermorgen knallig wirkt,
fehlt der emotionale Fixpunkt.
Wichtig ist nicht:
viele Farben
sondern:dieselben Farben, immer wieder
Auf der Website.
In Social Media.
In PDFs.
In Stories.
In Bannern.
Nicht exakt gleich – aber klar verwandt.
2. Gleiche Typografie
Schrift ist Stimme.
Wenn deine Website ruhig spricht,
deine Social Posts aber nach Flyer aussehen,
entsteht ein Bruch.
Eine klare Typo-Hierarchie sorgt dafür, dass Inhalte sofort als „von dir“ erkannt werden – noch bevor jemand liest.
Headline-Stil, Fließtext, Akzente:
Das alles sollte sich vertraut anfühlen.
3. Wiederkehrende Bildsprache
Bilder transportieren Stimmung schneller als jedes Wort.
Und genau hier passiert oft der größte Fehler:
heute Businessfotos
morgen Stockbilder
übermorgen private Handyshots
Das zerstört Wiedererkennung.
Deine Marke braucht eine visuelle Handschrift:
ähnliche Perspektiven
ähnliche Lichtstimmung
ähnliche Motive
ähnliche Ruhe oder Dynamik
Nicht perfekt.
Aber erkennbar.
4. Gleiche Tonalität
Sprache ist Charakter.
Wenn du heute sachlich, morgen kumpelhaft und übermorgen werblich klingst,
weiß niemand, wer du eigentlich bist.
Deine Tonalität sollte klar sein:
direkt oder erklärend
locker oder ruhig
emotional oder sachlich
Nicht für jede Zielgruppe neu erfinden.
Sondern eine Stimme finden – und behalten.
Warum das so wichtig ist
Menschen entscheiden selten beim ersten Kontakt.
Sie sehen dich:
einmal
zweimal
nebenbei
Erst wenn sich ein Bild wiederholt, entsteht Vertrauen.
Ohne Konsistenz passiert Folgendes:
Du investierst in Sichtbarkeit
aber jeder Kontakt wirkt wie der erste
Das kostet Zeit, Geld – und Chancen.
Wenn du’s nicht machst
Dann passiert genau das:
Du wirst gesehen – aber nicht erinnert.
Du bist präsent – aber austauschbar.
Du bist da – aber nicht verankert.
Und im Zweifel gewinnt der,
der weniger Reichweite hat,
aber klarer auftritt.
Fazit
Ein Branding Kit ist kein Deko-Ordner.
Es ist ein Werkzeug für Wiedererkennung.
Nicht spektakulär.
Nicht laut.
Aber wirksam.
Wenn Farben, Typo, Bildsprache und Tonalität zusammenspielen,
entsteht etwas, das man nicht erklären muss.
Man erkennt es einfach.
Und genau hier setze ich an
Ich entwickle Branding Kits nicht als Design-Spielerei,
sondern als Arbeitsgrundlage für echte Wiedererkennung.
Klar.
Anwendbar.
Konsequent.
Wenn du merkst, dass man dich zwar sieht – aber nicht erinnert:
Dann lohnt sich ein Blick auf dein Branding.